Karlsruher Fußball-Vereins 1891
Auf der folgenden Seiten möchten wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Spielstätten des KFV geben, sowie den Denkmäler die zu Ehren ehemaliger Vereinsspieler errichtet wurden. Bevor wir Ihnen die Geschichte der KFV-Spielplätze näher bringen, erhalten Sie vorab Informationen zu unserem aktuellen Spieplatz. Wir laden Sie herzlich ein eines der KFV-Heimspiele zu besuchen!
gegenwärtiger Austragungsort der KFV-Heimspiele und Trainingsplatz:
"Platz der DJK Karlsruhe-Ost", am Adenaurring

Anfahrt:
über den Adenauerring, ca 300 Meter schräg gegenüber dem Haupteingang des Wildparkstadions (Statue "nackter Mann"). Richtung Neureut geht es rechts ab Richtung "DJK-Ost / Caritas Waldheim", 300 Meter links am Ende des ausgebauten Weges hinter dem Caritas-Waldheim befindet sich die Vereinsgaststätte der DJK Karlsruhe-Ost und daneben die Rasenplätze.
Aus Richtung Neureut/Mannheim kommend, kurz vor dem Widparkstadion links abbiegen.
Straßenbahn: (weiter Fußweg, ca. 15 min.) Haltestelle Durlacher Tor, Linien: S4, S41, S5,1, 2 oder in/aus Richtung Karl-Wilhelm Platz: S2, 4, 5
Adresse: Platz der DJK Karlsruhe-Ost, Friedrichstaler Allee 52, 76131 Karlsruhe
Die Spielstätten des KFV in
chronologischer Reihenfolge:
Geburtsort des Karlsruher Fußballs:
Der Engländerplatz (1891-1905)
Bei dem Engländerplatz handelt es sich um den ersten Fußballplatz in Karlsruhe überhaupt und einen der ersten in ganz Süddeutschland. Aber eigentlich war es zuvor ein Feuerwehr-Übungsplatz, auf dem sich auch der Feuerwehrturm, ein vierstöckiger Holzbau, befand. Um 1890 gab es den ersten Fußball in Karlsruhe, von Walther Bensemann initiiert, der 1889 den Schülern des Bismarckgymnasiums einen Fußball brachte. Dieses „Englische Spiel” wurde auf einem noch unbenannten Platz gespielt, im Volksmund daher als Engländerplatz bezeichnet. 1913 wurde dieser Name offiziell übernommen. Der KFV, (später auch Phönix, Alemannia und Frankonia) - durfte sich im Feuerwehrturm umziehen und lagerte dort auch die Sportausrüstung. Am 28. November 1899 fand hier eines der sieben Ur-Länderspiele (Ländervergleiche vor der Gründung des DFB) einer deutschen Mannschaft gegen eine Auswahl aus England statt. Vor 5.000 Zuschauern unterlag die deutsche Auswahl mit 0:7. Bis September 2006 wurde der Engländerplatz umgebaut und im März 2007 die Mensa Moltke fertig gestellt. Während des Umbaus wurden die Tischtennisplatten entfernt und durch neues Spielgerät ersetzt. Das Spielfeld wurde um 90 Grad gedreht
Engländerplatz gestern und heute, rechts mit der neuen Mensa Moltke
Fotos Engländerplatz: DarkStar, Stadtwiki Karlsruhe
Das Stadion an
der Telegraphenkaserne (1905-2004)
Der Karlsruher FV trug seine Heimspiele im „Stadion Telegrafenkaserne“ in der Karlsruher Nordweststadt aus. In den Anfangsjahren wurde der Engländerplatz genutzt. Seit Sommer 2007 spielte der KFV auf dem Sportplatz des Gehörlosenvereins Daxlanden. Mittlerweile werden die KFV-Heimspiele bei DJK Karlsruhe – Ost ausgetragen.

Das Stadion Telegrafenkaserne wurde am 1. Oktober 1905 eröffnet. Seine nominelle Kapazität waren 4.000 Stehplätze, aber der Zuschauerrekord für das Stadion liegt bei nahezu 35.000 Zuschauern beim Wiederholungsspiel um die Deutsche Meisterschaft 1949.In diesem Stadion gab es den ersten offiziellen Sieg (1:0) im Länderspiel zwischen der Deutschen Nationalmannschaft und der Schweiz, am 4. April 1909. Der Abriss des Vereinsheims des KFV erfolgte Ende Juni 2006, bis dahin war es das älteste Fußballstadion in Deutschland.

oben: Prinz Max von Baden, der letzte Reichskanzler und großer Förderer des KFV, auf der neuen Zuschauerbühne im KFV-Stadion beim Spiel KFV gegen den Oxford-University-Association-Footballclub (1:3), 24.03.1907
oben: Blick vom Clubhaus,

oben: Blick auf den Haupteingang, 1920er Jahre

oben: erster deutscher Länderspielsieg der Fußballnationalmannschaft, 1909 auf dem Platz des Karlsruher FV in Karlsruhe (1:0 gegen die Schweiz).

KFV-Spiel in den 1930er Jahren am Stadion Telegrafenkaserne

Spiel: KFV - FC Phönix (4:2), 04.11.1928

Spiel: KFV - Eintracht Frankfurt, 30. 04.
1929



links: Eingang in das Stadion an der Hertzstraße (1996),
rechts: Abriss des Vereinsheims am 22. Juni 2006 später
Fotos: KFV-Archiv

Das alte Stadion kurz vor dem Abriss im Jahr
2006.Fotos (Abriss): Charles Westermann, Stadtwiki Karlsruhe
Weitere Spielorte seit 2007
2007-2008: Platz des GSV Karlsruhe in Karlsruhe-Daxlanden
2008: Nebenplatz SZ Südwest Hardeck-Oberreut
ab Januar 2009: Platz beim DJK Ost am Adenauerring, seit Saison 2009/10 auch Trainingsort (siehe auch oben)
Vereinsheim des KFV (1968-2006)
Das Vereinsheim des KFV war bei Anlage des Stadions eines der modernsten Deutschlands, so hatte es bereits im Jahr 1910 Massageräume und ab 1920 sogar ein Ermüdungsbecken. Diese Einrichtungen wurden bei vielen Bundesligavereinen erst nach dem Zweiten Weltkrieg umgesetzt

Urkunde über die Grundsteinlegung des Vereinsheims im Jahre
1968.Die Grundsteinlegung für das neue Gebäude des Vereinsheim fand am 11. Mai 1968 statt. Finanziert wurde es mit Zuschussmitteln von Stadt und Staat sowie Darlehen der Brauerei Moninger und der Firma Troullier. Am 26. Oktober 1969 konnte es eingeweiht werden. Im Untergeschoss gab es eine automatische Kegelanlage, auf der Ebene des Sportplatzes befanden sich vier Umkleiden mit Duschen, Schiedsrichter- und Sanitätsraum. Im Obergeschoss war der große, bewirtete Saal mit Terrasse, gleichzeitig Tribüne.




Fotos: KFV-Archiv
Denkmäler des KFV
Denkmal für die Gefallenen
des Karlsruher Fußballvereins
wurde auf Initiative des Altherrenverbandes des Karlsruher Fußballvereins beauftragt und 1920 eingeweiht. Es erinnert an die im Ersten Weltkrieg (bzw. nach der Inschriftenerweiterung nach 1945 auch an die im Zweiten Weltkrieg) gefallenen Sportkameraden des Karlsruher FV. 1944 wurde das Denkmal durch Bomben stark beschädigt, aber in der nachfolgenden Jahren ausgebessert.

Standort:
Der Monolith befand sich von 1920-1969 in der Hertzstraße am Sportplatz des KFV. Seit 1969 findet man ihn am Rande eines Spielplatzes, an der Berliner Straße, Ecke Karlsruher Weg.
Fotos Monolith: Blackomega, Stadtwiki Karlsruhe
Stele zu Ehren der
Nationalspieler des KFV
Die Stele wurde am 15. Mai 2010, genau 100 Jahre nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft, von Oberbürgermeister Heinz Fenrich enthüllt.
Anwesend waren neben der aktuellen Mannschaft des KFVs auch der älteste noch lebende Nationalspieler Kurt „Kaddel“ Ehrmann, Andreas Hirsch (Enkel von Julius Hirsch) mit Familie, Kurt Sommerlatt, Heinz Fütterer, Lothar Knörzer und Max Schwall.
Standort:
Karlsruher Weg, am Altersheim.

Für größere Ansichten bitte auf das jeweilige Bild klicken.
Fotos: KFV


Einweihung mit Oberbürgermeister Fenrich und Altnationalspieler Ehrmann


Fotos Stele: Beate Paland, Stadtwiki Karlsruhe

